Camilla Läckberg - Die Schneelöwin
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"Abschiedskuss" von Amanda Hellberg

„Abschiedskuss“ – ein englischer Romantik-Thriller aus Schweden

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Früher hießen die Romane „Nacht über Uhlenau“, „Das Haus der flüsternden Schatten“ oder „Das Haus der unheimlichen Schwestern“ und erschienen in der Kategorie „Romantik-Thriller“. Die Protagonistinnen waren junge Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren – ebenso wie die Leserinnen – und wurden in der Regel mit unheimlichen und mysteriösen Begebenheiten konfrontiert, während sie gleichzeitig ihrer ersten Liebe begegneten. Amanda Hellbergs gefeierter Krimi „Abschiedskuss“ ist im Prinzip nichts anderes – nur für erwachsene LeserInnen geschrieben, obwohl sicher auch Mädchen im Teenageralter Gefallen an „Abschiedskuss“ finden können. So wird nach der Lektüre auch nicht recht klar, warum die schwedische Kritik Amanda Hellberg mit namhaften Autoren wie Åsa Larsson und – ausgerechnet! – Leif GW Persson vergleicht.

Hat schon die großartige Åsa Larsson, deren mit Sehnsucht erwarteter fünfter Krimi „Till offer åt Molok“ 2011 endlich erschien und vergangenes Jahr von der Schwedischen Krimiakademie den Preis für den Besten Schwedischen Krimi 2012 erhielt, nichts mit dem Grantler Leif GW Persson und dessen Evert Bäckström gemein, so ist es ebenso fragwürdig, Amanda Hellberg dort einzureihen, wiewohl ihre Heldin, die knapp 20jährige Maja, die Gabe besitzt, Tote zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren – eine Fähigkeit, die ihr zugutekommt, als sie sich von Schweden nach England aufmacht, um in Oxford zu studieren, den Mord an ihrer seit 12 Jahren verschwundenen Mutter Birgitta sowie den Tod einiger Oxforder Studentinnen in den 1980er-Jahren aufzuklären – puh, jetzt ist es gesagt! Ganz schön viel zu tun also für Maja. Daneben muss sie sich schließlich auch noch in das Oxforder Studentenleben eingewöhnen, sich verlieben und ihren Helden für sich gewinnen.


Buchtipp
KOMA
Amanda Hellberg, 1973 in Västergötland geboren, ist verheiratet und lebt heute, wie ihre Protagonistin, mit ihrem Mann und zwei Kindern in Oxford. Sehr gut gelungen ist ihr deshalb auch die Schilderung des alten englischen Seebades Brighton, wo ein Teil der Handlung spielt, und der Studentenstadt Oxford. Geschickt macht sich Amanda Hellberg den Mythos beider Orte zunutze, um die typische Atmosphäre englischer Krimis aus längst vergangenen Tagen zu kreieren. In dieser doppelten Abbildung und Imitation von Wahrheit, die längst Fiktion geworden ist, und tradierten literarischen Vorbildern merkt man Amanda Hellberg ihre künstlerische Ausbildung als Illustratorin an – sie liefert uns mit „Abschiedskuss“ ein in sich stimmiges Kunstwerk in der Tradition von Romantik- und Mystery-Thrillern, die schon immer vorzugsweise in alten englischen Land- und Herrenhäusern spielten. Kein Wunder also, dass Amanda Hellbergs Kriminalromane mit Elementen des Übernatürlichen von den Lesern in Schweden begeistert aufgenommen wurden.


Vielen Dank an Alexandra Hagenguth
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