Camilla Läckberg - Die Schneelöwin
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Camilla Läckberg - Die Schneelöwin
 
Arne Dahl - Sieben minus eins
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"Wer das Weite sucht: Skandinavien für Fortgeschrittene" von Tilmann Bünz

Dem Typisch-Nordischen auf der Spur – Tilmann Bünz reist bis in die Arktis und zum Nordpol
Tilmann Bünz

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2008 erschien „Wer die Kälte liebt – Skandinavien für Anfänger“ von Tilmann Bünz. Der langjährige Skandinavien-Korrespondent der ARD berichtete darin vom skandinavischen Alltagsleben sowie seiner Kultur und lieferte vor allem handfeste Tipps, wie man im nächsten Skandinavien-Urlaub garantiert nicht als unwissender Deutscher negativ auffällt. Mit „Wer das Weite sucht – Skandinavien für Fortgeschrittene“ legt Tilmann Bünz nun eine Fortsetzung vor. Das Buch entstand während einer Sabbatzeit vom eigentlichen Job und führte den Journalisten von Grönland über Spitzbergen bis zum Nordpol, mit der berühmten Hurtigruten durch Norwegen und bis Lappland sowie schließlich nach Schweden. Doch Bünz reiste nicht allein. Mit dabei waren sein Schulfreund Andreas – und Bünz‘ Großvater Hugo Bünz, der als Koch und Matrose vor rund Hundert Jahren an Bord der „Senta“ bis nach Longyearbyen auf Spitzbergen gelangte. So ist die zweite Reise, die Bünz unternimmt, teilweise persönlicher als die erste, aber zum Glück langweilt er uns nicht mit alten Familiengeschichten, sondern macht das, was er am allerbesten kann: Beobachten, zuhören, das Besondere im Allgemeinen und das Allgemeine im Besonderen entdecken und seine Erkenntnisse zu ebenso klugen wie warmherzigen und humorigen Analysen verdichten. Er schafft es, sowohl kritische Distanz zu wahren, als auch seiner Liebe und tiefen Verbundenheit zu Europas Norden Ausdruck zu verleihen. Tilmann Bünz schreibt amüsant und kurzweilig. Was ist typisch nordisch, typisch skandinavisch? Wer’s wissen will, sollte „Wer das Weite sucht“ lesen.

Vielen Dank an Alexandra Hagenguth
© Februar 2012 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien

"Wer die Kälte liebt – Skandinavien für Anfänger" von Tilmann Bünz

Kritisch, kenntnisreich und pointiert – Tilmann Bünz’ Blick auf die Sehnsuchtsregion der Deutschen
Tilmann Bünz

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Ende letzten Jahres sorgte ein Artikel Berthold Frankes, Leiter des Stockholmer Goethe-Instituts, im Svenska Dagbladet für Furore (Link). Er spürte hierin der Frage nach, warum vielen Deutschen Schweden als Sehnsuchtsland gilt und sprach in diesem Zusammenhang vom „Bullerbü-Syndrom“. Der Beitrag führte zu einer lebhaften Diskussion in Schweden, und Anfang 2008 hat der Schwedische Sprachrat das Wort „Bullerbysyndromet“ oder „Bullerbüsyndromet“ (auf Deutsch: „Bullerbü-Syndrom“) als neues schwedisches Wort deklariert und zum Wort des Monats gekürt (Quelle/Link).

Das „Bullerbü-Syndrom“ nach Franke bezeichnet dabei die „Sehnsucht nach einer verlorenen Kindheit, nach einer unschuldigen Welt, in der Urbanisierung, Industrialisierung und vor allem der Zweite Weltkrieg niemals stattgefunden haben.“ (NORR, Das Skandinavien Magazin, Nr. 20: S.22/Link-PDF)

Jenseits der Bullerbü-Perspektive

Für alle, die sich ein wenig dieser Bullerbü-Perspektive entziehen möchten und dennoch einen ebenso liebevollen wie pointierten und kenntnisreichen Blick auf unsere nördlichen Nachbarn gewinnen möchten, sei Tilmann Bünz’ Buch „Wer die Kälte liebt - Skandinavien für Anfänger“ (btb, 2008) empfohlen. Tilmann Bünz berichtete fünf Jahre als Auslandskorrespondent für die ARD aus Skandinavien und dem Baltikum und wohnte in dieser Zeit mit seiner Familie in Stockholm.

Bei aller Liebe: Bünz wahrt ironisch-lakonische Distanz

Ohne jemals die kritische, journalistische Distanz zu verlieren, beschreibt Bünz in dem Buch das skandinavische Alltagsleben und gewährt dabei Einblicke in die - vor allem schwedische, aber auch norwegische, dänische, finnische, grönländische und isländische - Kultur, Mentalität und Seele. Seine Beobachtungen und Schilderungen sind dabei ebenso von – zuweilen ironisch-lakonischer – Sympathie geprägt wie vom unvoreingenommenen Blick des Fremden von Außen auf diesen Landstrich, der manche skandinavische „Spezialität“ und Eigenheit mit Verwunderung zur Kenntnis nimmt. Vorurteilsfrei - auch gegenüber positiven Vorurteilen und Stereotypen - begibt sich der Autor in das Abenteuer „Skandinavien“ und berichtet von entlegenen Orten wie dem grönländischen Qaanaaq, aber auch mitten aus Stockholm und seinen Schären. Nebenbei erfährt man auf humorvolle Weise vieles über Does and Don’ts für den nächsten (Schweden-)Urlaub, das gesellschaftliche Gefüge und die „skandinavische Mentalität“, die bis in die persönlichen und familiären/freundschaftlichen Strukturen hineinreicht, sowie über Besonderheiten wie eine Frauenquote für norwegische Aufsichtsräte, die schwedische Personenkennziffer oder das Schweigen der finnischen Männer. Kurz: Ein absolutes Muss für alle Schwedenliebhaber und Skandinavienfans, die mehr über Land und Leute erfahren wollen, als alle Astrid-Lindgren-Bücher, Skandinavienkrimis und Inga-Lindström-Filme hergeben.

Vielen Dank an Alexandra Hagenguth
September 2008 Literaturportal schwedenkrimi.de - Krimikultur Skandinavien


Buchtipp
Camilla Läckberg - Die Schneelöwin
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